Blockpalette | Definition & Einsatz
Die Blockpalette zählt zu den stabilsten und am weitesten verbreiteten Palettenbauarten. Ihr Aufbau besteht aus Deckbrettern, Querbrettern und massiven Klötzen, die Ober- und Unterseite miteinander verbinden.
Zwischen den Klötzen entstehen vier Einfahröffnungen, was ihr auch den Namen Vierwegepalette eingebracht hat. Durch diese Einfahröffnungen lässt sie sich mit Gabelstaplern oder Hubwagen von allen Seiten aufnehmen, drehen und transportieren. Dieser Vorteil erleichtert erheblich das Handling im Lager und auch beim Verladen.
Was ist eine Blockpalette?
Bei einer Blockpalette handelt es sich um eine wiederverwendbare Flachpalette, bei der Klötze zwischen Ober- und Unterdeck für Stabilität sorgen. Diese Bauweise hält auch bei hohen Lasten stand.
Typische Einsatzgebiete einer Blockpalette finden sich in der Industrie, im Handel und im internationalen Transport. Die Palette bietet eine gleichmäßige Auflagefläche und lässt sich durch ihre Vierwegefunktion flexibel bewegen.
Im Unterschied zu Einwegpaletten ist sie für zahlreiche Umläufe ausgelegt. Beschädigungen lassen sich bei Holzvarianten meist schnell beheben, was ihre Lebensdauer verlängert.
Je nach Einsatzbereich werden Blockpaletten aus Holz, Kunststoff oder Metall hergestellt. Holz ist aufgrund seiner Robustheit und der Möglichkeit zur Reparatur nach wie vor die am häufigsten genutzte Variante. Kunststoffausführungen punkten bei Hygiene und Feuchtigkeitsresistenz, während Metallpaletten eine besonders hohe Belastbarkeit bieten.
Die Materialwahl hängt somit von Faktoren wie Traglast, Einsatzort und Umgebungsbedingungen ab.
Blockpalette Maße
Eine Blockpalette, aufgrund ihrer Maße auch in vielen Lagern Industriepalette genannt, hat standardmäßig ein Grundmaß von 1.200 mm × 1.000 mm. Die gängige Höhe kann zwischen 144 mm und 160 mm variieren.
Ihre Belastbarkeit reicht, abhängig von Bauweise und Material, von 400 Kilogramm bis zu rund 3,5 Tonnen.
Vierwegepalette als Bauprinzip
Das Konstruktionsprinzip der Block- bzw. Vierwegepalette sorgt dafür, dass Flurförderzeuge von allen Seiten ansetzen können. Diese Flexibilität beschleunigt den Umschlag, erleichtert das Be- und Entladen und spielt für die Ausrichtung der Palette im Lager keine entscheidende Rolle, was sich besonders in automatisierten Lager- und Fördersystemen als Vorteil erweist.
Die verbauten Klötze verleihen der Konstruktion zudem eine hohe Steifigkeit, was sie im Vergleich zu Paletten mit durchgehenden Kufen größere Lasten aufnehmen lässt, ohne sich dabei zu verformen.
Einsatzgebiete und Vorteile
Blockpaletten sind in nahezu allen Branchen im Einsatz. Im Lebensmittelbereich transportieren sie als Kunststoffvariante verpackte Ware unter hygienischen Bedingungen, in der Industrie, in der Metallausführung, schwere Maschinenteile oder Baukomponenten.
Dank ihrer Widerstandsfähigkeit eignen sie sich auch für den internationalen Warenverkehr, wo Paletten mehrfach umgeschlagen und unterschiedlichen Witterungen ausgesetzt werden.
Und nicht zu vergessen der Pluspunkt der Holz-Blockpaletten: Sie lassen sich reparieren. Klötze und Bretter können bei Beschädigung ersetzt werden, was ihnen eine hohe Lebensdauer verschafft.
Eine Palette mit vielen Namen und noch mehr Anwendungen
Die Blockpalette, Vierwegpalette oder auch Industriepalette ist eine vielseitige und langlebige Lösung für Transport und Lagerung. Sie bietet maximale Flexibilität, standardisierte Maße und die Möglichkeit, Material und Bauform an den Einsatzzweck anzupassen. Damit ist sie ein fester Bestandteil moderner Logistikprozesse.